3x BGH und 1x BVerwG: Vier neue Bundesrichterinnen aus Niedersachsen
Der Richterwahlausschuss hat bei seiner jüngsten Sitzung in Berlin mehrere neue Bundesrichterinnen und Bundesrichter gewählt. Aus der niedersächsischen Justiz wurden dabei gleich vier Juristinnen für höchste Richterämter des Bundes berufen. Drei von ihnen wechseln an den Bundesgerichtshof, eine weitere an das Bundesverwaltungsgericht.
Drei Wechsel an den Bundesgerichtshof
Künftig werden die Richterinnen Daniela Kirchhof, Dr. Maike Reershemius-Schulz und Dr. Jana Christina Zapf am Bundesgerichtshof tätig sein.
Daniela Kirchhof begann ihre richterliche Laufbahn nach dem Zweiten Staatsexamen im Jahr 2001 als Richterin auf Probe. Nach Stationen am Landgericht Braunschweig und am Amtsgericht Wolfsburg wurde sie 2015 zur Vorsitzenden Richterin am Landgericht Braunschweig ernannt. Seit 2023 gehört sie dem Oberlandesgericht Braunschweig an.
Dr. Maike Reershemius-Schulz trat 2009 in den niedersächsischen Justizdienst ein. Nach Tätigkeiten an den Landgerichten Hildesheim und Hannover wurde sie 2020 an das Oberlandesgericht Celle berufen. Dort war sie zuletzt als Richterin tätig.
Dr. Jana Christina Zapf begann ihre richterliche Laufbahn ebenfalls im Jahr 2009. Nach mehreren Jahren am Landgericht Hildesheim wechselte sie 2021 an das Oberlandesgericht Celle. Mit ihrer Wahl wird sie nun ebenfalls an Deutschlands oberstem Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit tätig werden.
Ein Wechsel an das Bundesverwaltungsgericht
An das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wurde Dr. Stefanie Gabriele Killinger gewählt.
Die Verwaltungsjuristin Dr. Stefanie Gabriele Killinger trat nach ihrem Zweiten Staatsexamen im Jahr 2004 in den niedersächsischen Justizdienst ein. Nach ihrer Ernennung zur Richterin am Verwaltungsgericht Stade war sie ab 2014 als Ministerialrätin im Niedersächsischen Justizministerium tätig. Seit 2017 steht sie als Präsidentin an der Spitze des Verwaltungsgerichts Göttingen.




